Automationssysteme

Neben multivariaten Auswerteverfahren (z. B. Haupt­komponentenanalyse und neuronalen Netze) werden auch wissensbasierte Techniken und theoretische Modelle im Automationssystem implementiert, um von einer benutzergeführ­ten Konfiguration eines Systems bis hin zu einer automatisierten Störfalldiagnose des Messbetriebs einen hohen Automationsgrad zu gewährleisten. Speziell für die Signalaus­wertung von FIA-Systemen werden Auswerteverfahren entwickelt (z. B. das Projektive Re­ferenz-Auswerteverfahren), die eine robuste Quantifizierung selbst gestörter Messsignale erlauben. Für den Einsatz von Biosensor-FIA-Systemen zum Prozessmonitoring und zur Prozessre­gelung werden spezielle Techniken entwickelt, die zwar den Aufwand der Signalauswer­tung erhöhen, jedoch den Einfluss von Matrixeffekten sowie die große Verzögerungszeit sonst üblicher Systeme in der Bereitstellung des Messergebnis signifikant reduzieren. So wurde ein FIA-System zur Glucosemessung entwickelt, das ohne Probenahmemodul aus­kommt und das bei Bakterien- und Hefekultivierungen bereits mehrfach erfolgreich einge­setzt wurde.

Letzte Änderung: 02.06.2010