Automationssysteme
Neben multivariaten Auswerteverfahren (z. B. Hauptkomponentenanalyse und neuronalen Netze) werden auch wissensbasierte Techniken und theoretische Modelle im Automationssystem implementiert, um von einer benutzergeführten Konfiguration eines Systems bis hin zu einer automatisierten Störfalldiagnose des Messbetriebs einen hohen Automationsgrad zu gewährleisten. Speziell für die Signalauswertung von FIA-Systemen werden Auswerteverfahren entwickelt (z. B. das Projektive Referenz-Auswerteverfahren), die eine robuste Quantifizierung selbst gestörter Messsignale erlauben. Für den Einsatz von Biosensor-FIA-Systemen zum Prozessmonitoring und zur Prozessregelung werden spezielle Techniken entwickelt, die zwar den Aufwand der Signalauswertung erhöhen, jedoch den Einfluss von Matrixeffekten sowie die große Verzögerungszeit sonst üblicher Systeme in der Bereitstellung des Messergebnis signifikant reduzieren. So wurde ein FIA-System zur Glucosemessung entwickelt, das ohne Probenahmemodul auskommt und das bei Bakterien- und Hefekultivierungen bereits mehrfach erfolgreich eingesetzt wurde.

