UfIB – Umsetzungsfördernde Initiative Bioökonomie

Mit Blick auf zunehmende Ressourcenknappheit, steigende CO2-Emissionen und Abfallproduktion der Gesellschaft ist ein Umdenken der produzierenden Industrie dringend vonnöten. Eine nachhaltige bio-basierte Wirtschaft soll ressourcenschonende, energiesparende und abfallvermeidende Produktionsprozesse etablieren und konventionelle Produktionsstrategien ersetzen. Um dies zu erreichen, werden strategische Allianzen im Rahmen der Innovationsinitiative industrielle Biotechnologie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert, die diese zentralen Themenstellungen in Netzwerken aus Akademia und Industrie bearbeiten.

QUALIFIZIERUNG UND NETZWERKE FÜR JUNGE FORSCHENDE

Die Umsetzungsfördernde Maßnahme in der Initiative Bioökonomie (UfIB) ist ein allianzübergreifendes Netzwerk zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Doktoranden werden während der Promotion gezielt in Fragestellungen der Bioökonomie durch Workshops und Summerschools geschult.
Gegenstand der Qualifizierungsmaßnahmen sind Einzelvorhaben (i.d.R. 3 Jahre) zur Erlangung eines Doktorgrades (Promotion) im Zuge einer F&E-Fördermaßnahme. Voraussetzung ist eine Kooperation zwischen einer Hochschule und einem Industrieunternehmen. Im Vordergrund steht die Zusammenarbeit zwischen dem Promovierenden bzw. der wissenschaftlichen Einrichtung und dem Unternehmen.

Kooperationspartner und geförderte Forschungsthemen
Termintipps, Workshop-Reihen und Anmeldung

FÖRDERUNG DURCH UFIB: ZIELE UND VERFAHREN

Im Rahmen von UfIB besteht die Möglichkeit, Projektförderungen gemeinsam mit mindestens einem der industriellen Allianzpartner zu beantragen.
Die Fördermaßnahmen von UfIB beruhen auf einer Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

  • Zuwendungsempfänger, Umfang der Förderung und Termine

    Ziel der Förderung sind F&E-Projekte zu relevanten Themen der im Rahmen der Fördermaßnahme „Innovationsinitiative industrielle Biotechnologie“ geförderten strategischen Allianzen, die akademische Einrichtungen in Kooperation mit den Allianz- Unternehmen einreichen. Es sind sowohl die Unternehmen als auch die akademischen Einrichtungen zur Antragstellung berechtigt.

    Der Umfang der Förderung beinhaltet die Personalmittel für einen Promovierenden, sowie die Reisemittel, Verbrauchsmaterialien und Investitionsmittel, sofern sie für die Durchführung des Vorhabens notwendig und angemessen sind.

    Die Finanzierung des Doktoranden/der Doktorandin sollte der gängigen Praxis der Finanzierung aus der Grundfinanzierung der Einrichtung entsprechen.

    Es sind derzeit zwei Runden zur Auswahl geeigneter Fördervorhaben im Abstand von 6 Monaten vorgesehen:

    • Auswahlrunde I
      Stichtag Skizzen: 15.10.2017
    •  Auswahlrunde II
      Stichtag Skizzen: 22.04.2018

  • Projektskizze

    Mit einem geeigneten Kooperationspartner aus der Allianz wird gemeinsam die Projekt-/Arbeitsstrategie in Form einer Projektskizze entwickelt. Die 2-3 seitige Skizze sollte folgende Gliederung aufweisen:

    1. Titel

    2. Ziel
    zu berücksichtigende Aspekte:

    - Gesamtziel des FE-Projektes

    - Innovationsgrad des wissenschaftlich-technischen Konzeptes und dessen Arbeitsziele

    - Beitrag zu den Allianzzielen

    3. Partner
    zu berücksichtigende Aspekte:

    - Qualifikation der beteiligten Partner

    - Kooperation zwischen Unternehmen und akademischem Partner

    4. „In-kind“-Leistungen*
    zu berücksichtigende Aspekte:

    - Qualität, Umfang und Schwerpunkt der „In-kind“-Leistung*

    “In-kind“-Leistungen“ sind die notwendigen Beiträge des Industriepartners. Hierzu gehören die Unterstützung der Promovierenden durch den Industriepartner durch Bereitstellung von min. 4 Monaten praktischer Erfahrung im Industrieunternehmen und die Organisation von einem/mehreren Workshop(s) für die UfIB-Summerschools/Workshops-Reihe aus einem von den drei Bereichen: Nachhaltigkeit, Marketing oder Soft Skills/Management. Die "In-kind"-Leistung muss in etwa 1/10 der Antragssumme entsprechen. Bei Fragen bitte den Allianzkoordinator oder die UfIB-Koordination kontaktieren!

    Die Skizze wird zuerst Allianz-intern bewertet. Befürwortet die Allianz sie, nimmt sie am Skizzenauswahlverfahren durch das UfIB-Gremium teil.

  • Skizzenauswahl durch das UfIB-Gremium

    Projektskizzen, die Allianz-intern befürwortet wurden, werden durch die Allianzkoordinatoren bei der UfIB-Koordination (Dr. A. Lavrentieva) eingereicht (Stichtag 1: 15.10.17).

    Ein Gremium bestehend aus den Allianzkoordinatoren und der UfIB-Koordination wählen im nächsten Schritt die Skizzen aus, deren Autoren zur Antragsstellung aufgefordert werden.

    Auswahl-/ Bewertungskriterien:

    a.  Innovationsgrad der geplanten Arbeiten und (wiss.) Anspruch an eine Promotionsarbeit

    b.  Relevanz der Themen für die jeweilige Allianz

    c.  Art und Umfang der Kooperation zwischen Forschungseinrichtung und  Allianz-Unternehmen.

    d.  Art und Umfang der eingebrachten „in-Kind“-Leistung

  • Antragsstellung

    Im nächsten Verfahrensschritt sind formale Anträge entsprechend den Richtlinien des BMBF zur FE-Projektförderung auszuarbeiten und beim Projektträger Jülich einzureichen  (s. u.a. www.foerderportal.bund.de, „Formularschrank BMBF“). Der formale Antrag umfasst ein AZAP- bzw. AZK-Antragsformular sowie eine ausführliche Vorhabenbeschreibung. Die Vorhabenbeschreibung sollte u.a. Angaben zu folgenden Punkten enthalten:

    1. Titel

    • Projekttitel

    2. Ziel

    • Beschreibung des Projekts und Gesamtziel mit wissenschaftlichen und technischen Arbeitszielen. 

    3. Antragsteller und Kooperationspartner

    • Beschreibung des Antragstellers und des Kooperationspartner (Lehrstuhl für Industrieanträge oder Industriepartner für Hochschulanträge), Qualifikation des Kandidaten
    • Forschungsinhalte und Schwerpunkte des promovierenden Lehrstuhls/Instituts. 

    4. Stand der Wissenschaft und Technik 

    • Beschreibung des State-of-the-art, existierende Herausforderungen und Probleme, Neuheit des Lösungsansatzes, eigene Vorarbeiten inklusive Veröffentlichungen und Patente.

    5. Arbeits-, Ressourcen- und Meilensteinplanung 

    • Arbeitsplan mit detaillierter Beschreibung von sowohl wissenschaftlichen Fragestellungen, als auch der geplanten Verzahnung der Arbeitspakete an den akademischen und industriellen Einsatzorten.
    • Finanz- und Ressourcenplanung (Ausgaben für Personal, Reisen und Verbrauchsmaterial unter Berücksichtigung der geplanten Austauschaufenthalte und den dabei entstehenden Kosten wie bspw. Unterkunft am Einsatzort, Reisen und Teilnahme an Workshops und Summerschools, wissenschaftliche Konferenzen).
    • Zeit und Meilensteinplanung, inkl. Planungshilfen wie Balken-, Struktur- und Netzplan.

    6. „In-kind“-Leistungen

    • Darstellung der „In-kind“-Leistung des Industriepartners zur wissenschaftlichen Qualifikation.
      (Beschreibung der Art und des Umfangs der Maßnahmen, inkl. Kostenplanung, Skizzierung des Learning Outcome bzw. Kompetenzen, die durch die Ausbildungs-/Qualifikationsmaßnahmen erworben werden können).

    7. Verwertungsplan

    • Verwertungsplan von den wissenschaftlichen (vorrangig Promotion und Veröffentlichungen) und den wirtschaftlichen Ergebnissen sowie mögliche Anschlussfähigkeit.


    Die formalen Zuwendungsanträge (AZAP auf Ausgabenbasis oder AZK auf Kostenbasis) werden über das easy-online Portal (> Bundesministerium für Bildung und Forschung > Innovationsinitiative industrielle Biotechnologie“ > Antrag > AZAP/AZK) eingereicht.

    Genauere Details zur Antragstellung werden den Autoren der ausgewählten Projektskizzen bei der Aufforderung zur Antragstellung mitgeteilt.

  • Begutachtung

    Die abschließende Projektauswahl und die Förderentscheidung erfolgt durch das PTJ/BMBF unter Beteiligung externer Gutachter/innen.

    Die Projekte werden nach den unter dem Punkt „Skizzenauswahl durch das UfIB-Gremium“ genannten Kriterien und zusätzlich hinsichtlich

    • der Qualität des Beitrags, ein allianzübergreifendes Netzwerk zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses aufzubauen und
    • der Qualität des Beitrags, den Wissenstransfer zwischen Akademia und Industrie zu verbessern und damit den Innovationsprozess in der industriellen Biotechnologie zu beschleunigen,

     bewertet.

KONTAKT

Dr. Antonina Lavrentieva
Adresse
Callinstraße 1
30167 Hannover
Gebäude
Raum
005
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